Gesunde Ernährung leicht gemacht: Munich International School aus Starnberg gewinnt digitale International Finals mit Geschäftsidee „FeelingFood“

Trotz der Schulschließungen entwickelten Schüler aus Albanien, Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz beeindruckende Geschäftsideen: Zum ersten Mal fanden die International Finals von business@school, der Bildungsinitiative der internationalen Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), aufgrund von COVID-19 digital statt. Dabei überzeugten vier Schülerinnen und ein Schüler der Munich International School mit „FeelingFood“, einem Lieferservice für Lebensmittel mit passenden Rezepten für spezielle Ernährungsformen. Zwei zweite Plätze erreichten Teams aus Wien.

Mailand, 17. Juni 2020. „Als meine Familie und ich angefangen haben, uns vegan zu ernähren, haben wir gemerkt, wie schwer es ist, für einfache Gerichte einzukaufen. Das war der Ausgangspunkt für unsere Idee“, erzählt Michela Baldini (17). Zusammen mit Teamsprecherin Sofia Balestrieri (17), Leonie Harting (17), Samuel Stephenson (17) und Alexandra Zehetmeier (17) entwickelte Michela den Lebensmittel-Lieferservice „FeelingFood“. Ob vegetarisch, vegan, nuss-, laktose- oder glutenfrei: Nutzer erhalten neben den Zutaten auch die passenden Rezepte für die unterschiedlichsten Ernährungsformen. So will das Team das Leben mit bestimmten Ernährungsgewohnheiten einfacher gestalten. „Am Anfang mussten wir uns entscheiden, welche Ernährungsformen wir in unseren Service aufnehmen. Aber eine Umfrage bei unserer Zielgruppe hat schnell Klarheit gebracht“, berichtet Teammitglied Alexandra Zehetmeier. Mit der Idee „FeelingFood“ gewann das Team der Munich International School aus Starnberg gestern die International Finals von business@school.

Schnelle Umstellung ins Digitale

Eine eigene Geschäftsidee samt Businessplan zu entwickeln ist auch ohne Corona-Pandemie anspruchsvoll. Innerhalb kürzester Zeit überwanden alle Teilnehmer in diesem Jahr zusätzlich die Herausforderung der Schulschließungen in allen Ländern: Anstatt sich im Team und mit Betreuern und Lehrkräften zu treffen, um gemeinsam an Idee und Präsentation zu feilen, kommunizierten sie digital und fanden neue Wege der Teamarbeit. „Natürlich hat es Vorteile, wenn man sich auch treffen kann. Aber dank digitaler Kommunikationswege konnten wir weiter zusammenarbeiten und uns auch mit unserem Betreuer austauschen“, resümiert Teammitglied Samuel Stephenson. „Nach den Schulschließungen haben wir unser Möglichstes getan, um die Schulen mit Materialien, einer eigenen Arbeitsplattform und verschiedenen Werkzeugen bei der Digitalisierung von business@school zu unterstützen. Dabei sind wir auf eine große Bereitschaft zur Veränderung gestoßen: Sowohl die teilnehmenden Schüler und Lehrkräfte als auch die Betreuer wollten unbedingt weitermachen“, erklärt Dr. Babette Claas, Leiterin von business@school.

Elevator-Pitch vor hochkarätiger Jury

Anstelle einer Live-Präsentation stellten die Teams ihre Geschäftsideen in einer Videokonferenz in sogenannten Elevator-Pitches vor und beantworteten anschließend die kritischen Fragen der Jury. Diese zeigte sich beeindruckt von den Ideen und den durchdachten Businessplänen. „Wir brauchen mehr denn je junge UnternehmerInnen, die mit frischen Ideen, Mut und Kreativität Neues entwickeln und zeigen, dass Krisen auch Katalysatoren für Lösungen sind!“, betont Jurymitglied Béa Beste, CEO und Owner der Tollamedia GmbH.

Die Jury bestand aus:

  • Dottore Lars Adam, Direttore Finanza, Amministrazione e Controllo, Italcementi S.p.A.
  • Béa Beste, CEO und Owner, Tollamedia GmbH
  • Dottoressa Alessandra Catozzella, Head of Health, AXA Italia
  • Dottore Pierluigi Dialuce, Chief of Staff, UBI Banca
  • Ingegner Francesca Reich, Chief Executive Officer, Consodata SpA – Gruppo Seat Pagine Gialle

Teams aus Wien auf Platz zwei

Die Entscheidung für das Team aus Starnberg fiel denkbar knapp aus. Den zweiten Platz dahinter teilen sich zwei Teams aus Wien.

  • Das Team der Sir Karl Popper Schule (Wiedner Gymnasium) aus Wien präsentierte „Hylotion“, eine desinfizierende und zugleich feuchtigkeitsspendende Handlotion. Das Produkt von Teamsprecherin Elena Landwehr (16), Elisabeth Ulrich (15), Elisabeth Vavra (15) und Alin Zöchling (17) ist eine Alternative zu den aktuell sehr verbreiteten Hand-Desinfektionsmitteln.
  • Noah Fida, Teamsprecherin Isabel Kershner, Sophie Li und Alexander Unger (alle 17) vom Theresianum aus Wien stellten ihre Idee „Hang Up“ vor. Der Schuhhaken mit integriertem Duftspender absorbiert schlechte Gerüche in Schuhen und ist damit vor allem für die Aufbewahrung von Sportschuhen geeignet.

Mehr als 1.500 Schüler von 90 Gymnasien tauchen in die Wirtschaft ein

Digitale Geschäftsmodelle, Bilanzen und nachhaltige Wachstumsstrategien – diese Themen standen für rund 1.500 fünfzehn- bis achtzehnjährige Schülerinnen und Schüler von 90 Schulen in den vergangenen zehn Monaten auf dem Stundenplan. Als Höhepunkt des Projektjahrs testeten die Jugendlichen in den letzten Wochen ihre eigenen Unternehmerqualitäten: In Teams entwickelten sie Geschäftsideen und Businesspläne. Unterstützung erhielten sie von ihren rund 200 Lehrern sowie über 500 Betreuern von mehr als 20 namhaften Wirtschaftsunternehmen und von BCG.

An den digitalen International Finals nahmen insgesamt sechs Teams teil:

  • Istituto Zaccaria, Mailand (Italien): GreenFull – Online-Marktplatz für lokale, nachhaltige Produkte und Lebensmittel
  • Liceo Farnesina, Rom (Italien): A FIT TO YOU – App für Kurzzeit-Immobilienvermietungen mit zusätzlichen Angeboten
  • Nehemiah Gateway, Buçimas, Pogradec (Albanien): Scout Albania – Tourismusagentur für umweltfreundliche Kultur- und Naturaktivitäten in Albanien
  • Munich International School, Starnberg (Deutschland): FeelingFood – Lieferservice für Lebensmittel mit passenden Rezepten für spezielle Ernährungsformen
  • Theresianum, Wien (Österreich): Hang Up – Schuhhaken mit integriertem Duftspender
  • Sir Karl Popper Schule (Wiedner Gymnasium), Wien (Österreich): Hylotion – desinfizierende und feuchtigkeitsspendende Handlotion