Über Berg und Tal

Mit innovativer Technik kennen sich die vier Schüler von "Stay Dry", die Erfinder der "Anti-Sprudelflasche", aus. Um Antiblockiersysteme und viele PS ging es auf der Ford-Teststrecke, die das Team im Herbst besichtigte. Ein Bericht von Konstantin Storms vom "Stay-Dry"-Team.

Unsere Tour begann bereits am Vorabend in Aachen mit einem Abendessen. Am nächsten Morgen brachen wir in Richtung Lommel in Belgien auf - selbstverständlich in zwei Fords, genauer einem Mustang, der Sportrennmaschine des amerikanischen Autokonzerns mit Sitz in Köln, sowie dem neuen S-Max. Unsere Ford-Betreuer, die unsere Schule bereits während des Projektjahres unterstützt hatten, begleiteten uns auch nach Belgien.

"Nur" 230 Stundenkilometer

In Lommel angekommen, erwarteten uns schnelle Autos, außergewöhnliche Strecken und jede Menge Spaß. Nach einer einführenden Präsentation und Sicherheitsbelehrung wurden wir zunächst über das gesamte Gelände gefahren. Auf Strecken, die die Straßen der Welt simulieren, wurden wir kräftig durchgeschüttelt. Wir bewunderten einen Aston Martin, der mit seinen 456 PS über die Fahrbahn schoss, um seinem neuen Besitzer die Richtigkeit seiner Kaufentscheidung vor Augen zu führen. Auf der Highspeed-Strecke wartete bereits ein Testfahrer auf uns. Mit Helmen ausgestattet, setzten wir uns in einen 225 PS starken Ford Focus ST, den unser Fahrer sogleich auf die Strecke navigierte und den Motor zu Hochleistungen trieb. Mit "nur" 230 Stundenkilometern (Spitzengeschwindigkeit wollte unser Fahrer aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen nicht verantworten) rasten wir über die Hochgeschwindigkeitsstrecke, die mit ihren Steilkurven, wie man sie sonst nur von der Carrera-Bahn kennt, das Auto sicher in der Spur hielt. Schnell sauste die Umgebung an uns vorbei und viel zu rasch war die Fahrt wieder zu Ende.

Durch Schlamm und über Schotterpisten

Doch sogleich wartete auf uns ein Geländewagen des Typs Landrover, der sich auf der "4 × 4" genannten Teststrecke querfeldein wühlte, höchste Steigungen hinaufkletterte und durch tiefsten Schlamm fuhr. Nach dieser beeindruckenden Demonstration wurde uns nun das ESP, ein Fahrerassistenzsystem, vorgeführt. Zu diesem Zweck stiegen wir in einen Galaxy, den der Fahrer sogleich auf eine Schotterpiste lenkte. Das ESP, das zuvor ausgeschaltet worden war, wirkte nun nicht mehr stabilisierend, sodass wir um jede Kurve schlidderten. Nach einer etwas gemäßigten Fahrt mit eingeschaltetem ESP folgte - für den größeren Spaßfaktor - eine letzte Fahrt ohne Einmischung der Technik.

Zu guter Letzt demonstrierte man uns die Gefahren des Unter- und Übersteuerns: wie man sich richtig verhält und wie viel Spaß es macht, wenn man durch zu starkes Bremsen eine 360-Grad-Drehung vollführt. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis - vorausgesetzt, man hat eine Fläche mit 100-Meter-Radius zur Verfügung und deshalb keinen Unfall zu befürchten.

456 Pferdestärken

Als Highlight durften wir dann den Aston Martin bewundern, der von seiner Fahrt zurückgekehrt war. Mit einem kurzen Aufheulen des Motors demonstrierte man uns den luxuriösen Sportwagen aus nächster Nähe, was unseren Besuch endgültig zu einer runden Sache machte. Für uns alle war der Tag in Lommel eine spannende Erfahrung. Ein großes Dankeschön gilt den Ford-Werken für die Einladung auf die Teststrecke und natürlich unseren Begleitern.

 
 
 
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