Die eigenen Stärken kennen – Bewerbungsseminar bei VOITH

Wie eine Erfolg versprechende Bewerbung aussieht, haben Schüler beim Bewerbungstraining der Voith AG in Heidenheim gelernt. Das Unternehmen mit Stammsitz in Heidenheim stiftete den Preis für die Finalisten des Baden-Württemberg Finales von b@s. Christina Kilian aus dem Bereich Corporate Human Resource Management bei Voith hat das Seminar konzipiert und geleitet.

Hatten sich Ihre Teilnehmer schon in der Schule mit dem Thema Bewerbung beschäftigt?

Kilian: Für viele Schüler standen Bewerbungen bereits in der Mittelstufe auf dem Stundenplan. Deshalb beginnen wir immer mit einem Brainstorming und bitten die Jugendlichen, ihr Wissen zu Themen wie Anschreiben oder Lebenslauf einzubringen. Uns geht es beim Bewerbungstraining aber um mehr: Um beispielsweise im Vorstellungsgespräch die eigenen Stärken darstellen zu können, müssen die Jugendlichen diese erst einmal genauer kennen. Bin ich "aufgeschlossen", "kreativ", "sorgfältig", "kommunikativ"? Zu Beginn unseres Seminars haben wir die Schüler gebeten, sich einmal selbst einzuschätzen. Wer wollte, konnte zusätzlich die Meinung eines guten Freundes einholen.

Besonders viel Spaß hat es den Schülern gemacht, ein Bewerbungsanschreiben zu formulieren.

Nicht nur den Schülern! Auch die zwei teilnehmenden Lehrer haben sich sehr engagiert beteiligt. Bevor die Teilnehmer fast eine Stunde an ihrem Bewerbungsanschreiben feilen konnten, haben wir zunächst die Stellenanzeige genauer analysiert. Viele Interessenten sind entmutigt, wenn sie nicht alle dort genannten Anforderungen erfüllen. Eine Stellenanzeige ist natürlich auch ein "Wunschzettel". Wir haben den Schülern Tipps gegeben, welche Anforderungen der Bewerber in jedem Fall erfüllen sollte, welche verzichtbar sind und wo es sich vielleicht lohnt, telefonisch nachzufragen.

Und dann folgte die Arbeit am Lebenslauf?

Nein, dann folgte der Besuch in der Voith-Kantine. Viele Schulen verfügen ja noch über keine Mittagsverpflegung. Von daher war dies auch ein Programmhöhepunkt für die Schüler. Danach haben wir uns dem Thema Lebenslauf gewidmet. Die Schüler haben sehr viel Spaß gehabt, Negativbeispiele für Bewerbungsfotos zu analysieren. Woran liegt es, dass der Bewerber auf dem Bild nicht sympathisch und engagiert wirkt? Die Schüler waren überrascht, wie viel man mit einem Foto richtig oder falsch machen kann.

Vor einer Zusage für einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz muss der Bewerber das Auswahlgespräch erfolgreich absolvieren. Viele Jugendliche sind davor sehr nervös, obwohl sie als business@school-Teilnehmer viel über Präsentationstechnik gelernt haben.

Diese Unsicherheit ist oft Unwissenheit. Viele fürchten Fangfragen und verstehen nicht, warum im Bewerbungsgespräch Fragen gestellt werden, die der eingereichte Lebenslauf bereits beantwortet. Ich kläre dann auf, dass der Mitarbeiter der Personalabteilung sehr wohl "lesen" kann. Im Bewerbungsgespräch geht es aber darum, den Kandidaten besser kennen zu lernen. Deshalb lohnt es sich, einmal zu üben, wie man den eigenen Lebenslauf anschaulich erzählt und erklärt. Ebenso wichtig wie der überzeugend vorgetragene Lebenslauf sind Informationen über das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt. Bewerber, die sich über den potenziellen Arbeitgeber nicht informiert haben, dokumentieren ihr Desinteresse und hinterlassen keinen guten Eindruck.

Was hat den business@school-Teilnehmern besonders gut gefallen?

Wir haben in der Abschlussrunde drei Gruppen gebildet - die "Perlensuchergruppe", die positive Punkte sammelt, die "Bauern", die notieren, wovon die Teilnehmer langfristig profitieren werden, und die Nörglergruppe "Tante Berta". Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Viele Teilnehmer haben gelobt, dass das Seminar selbstkritisches Denken fördert und umfangreiche Materialien zur Verfügung stellt. Gerne hätten die Jugendlichen noch ein Vorstellungsgespräch simuliert. Wir suchen gerade nach einem geeigneten Lehrfilm zum Thema Bewerbungsgespräch. Dank der ausführlichen Beratung fühlen sich jetzt alle Schüler für den Bewerbungsprozess besser sehr viel besser gewappnet.

 
 
 
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