Ruhrgebietskonzerne im Schülertest

Bilanzen, Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, Dividenden: Wie liest man einen Geschäftsbericht, und was verbirgt sich hinter den Zahlen? Und wie funktionieren eigentlich Unternehmen? Diese Fragen standen für Schülerinnen und Schüler der Matthias-Claudius-Schule Bochum in den vergangenen zwei Wochen auf dem Stundenplan.

Im Rahmen einer Fallstudie von business@school und der Gesprächsreihe „Dialog mit der Jugend“ nahmen 25 Jugendliche vier Topunternehmen des Initiativkreises Ruhr unter die Lupe: BP Europa SE, Duisburger Hafen AG, Evonik Industries AG und Flughafen Düsseldorf GmbH.

Die Ergebnisse präsentierten die Schüler in fünf Teams bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der TalentMetropole Ruhr vor einer namhaften Wirtschaftsjury. Diese zeigte sich von den Unternehmensanalysen der 17- und 18-Jährigen und deren Empfehlungen für die künftige Entwicklung der Unternehmen beeindruckt.

Der Jury gehörten an:

  • Dr. Babette Claas (The Boston Consulting Group GmbH)
  • Eva-Maria Mohnfelder (Duisburger Hafen AG)
  • Karl-Heinz Morawietz (Flughafen Düsseldorf GmbH)
  • Sandra Overbeck (BP Europa SE)
  • Janko Zöllner (Evonik Industries AG)

Nach den Vorstellungen der Schüler sollte beispielsweise Evonik versuchen, das Unternehmen für Jugendliche transparenter und sichtbarer zu machen, und mehr in Kommunikation via Social Media investieren. Die Duisburger Hafen AG sehen sie in der Verantwortung, zu zeigen, was das Unternehmen dazu beitragen kann, Emissionen zu verringern und die Umwelt zu schonen. BP sollte mehr in erneuerbare Rohstoffe investieren und klar Stellung zur Elektromobilität beziehen. Dem Flughafen Düsseldorf schließlich empfahlen die Schüler, sein Image als Erlebnisflughafen weiter auszubauen, nach dem Aus für Air Berlin neue Fluggesellschaften zu werben bzw. die Lücke durch die Gründung einer eigenen Fluglinie, der DusAir, zu schließen.

Warum die Bildungsinitiative für das Ruhrgebiet wichtig ist

Für Jurymitglied Dr. Babette Claas werden Initiativen wie business@school und der „Dialog mit der Jugend“ für die schulische Bildung in Deutschland zukünftig noch an Bedeutung gewinnen: „Unsere Initiativen bieten erste Lösungsansätze: Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Schule und geben Schülern und Lehrern die Möglichkeit, sich auszutauschen, neue – auch digitale – Lehrformen auszuprobieren und im Gespräch mit Unternehmen neue Perspektiven zu gewinnen. Schüler erwerben so durch konkrete Analysearbeit und Ergebnisdarstellung in Videoform nicht nur Wirtschaftskenntnisse, sondern zusätzlich auch wichtige Medienkompetenz.“

Diese Aussage unterstützte Projektleiter Joachim Teich, der die Bedeutung der Fallstudie für die Schule hervorhob. Eltern, Lehrer und Schulleitung seien sich der Bedeutung von Wirtschaftskenntnissen für die Zukunft der Schüler sehr bewusst. Umso wertvoller sei es für sie,  sich einen Erfahrungsraum zu erschließen, den sie sonst nicht haben. Begeistert zeigte Joachim Teich sich vom großen Engagement seiner Schüler, die auch in ihrer Freizeit viel gearbeitet haben, und von der hohen Wertschätzung, die die Jury den Resultaten der Jugendlichen entgegenbrachte.

Mit business@school lernen bundesweit jedes Jahr rund 1.500 Schüler in drei Phasen praxisnah wirtschaftliche Zusammenhänge kennen.

Hier finden Sie das Video zur business@school-Fallstudie an der Matthias-Claudius-Schule Bochum.

 
 
 
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