Coole Kühlung mit „Gelo-Pack“, einer nachhaltigen, wiederverwendbaren und klimaneutralen Kältekompresse

„Ein gestürzter Rennradfahrer, ein Wanderer, der gerade umgeknickt ist, und ein Kind, das am Strand die Schaufel an den Kopf bekommen hat – diese Situationen haben eines gemeinsam: Kühlen hilft!“ So leitete das Team des Städtischen Siebengebirgsgymnasiums seine Präsentation ein. Die Lösung: die Kältekompresse „Gelo-Pack“, mit der die Bad Honnefer das business@school-Deutschlandfinale für sich entscheiden konnten. Den zweiten Platz belegte das Team des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums aus Hockenheim mit „SafeJump“. Auf Platz drei landete das Team der Erzbischöflichen Liebfrauenschule aus Köln mit „NearBuy“.

„Gerade in den ersten 15 Minuten ist es besonders wichtig, die Verletzung zu kühlen. Einweg-Kältekompressen kommen dafür bislang zum Einsatz – die produzierten aber knapp 100 Tonnen Müll pro Jahr!“, erklärt Stella Batzella (17) zu Beginn der Präsentation. Das geht auch nachhaltiger, dachte sie sich gemeinsam mit Max Böhnisch (16), Teamsprecher Leon Heun (17) und Thomas Spreitz (18). „Gelo-Pack“ heißt die Produktidee des Teams, die effektive Kühlung mit Nachhaltigkeit verbindet. Ein recycelbarer, wiederverwendbarer Polyethylenbeutel wird dazu mit umweltverträglichem Granulat gefüllt. Wenn man etwas Wasser hinzugibt – ob aus der Trinkflasche, dem Meer oder dem Teich –, kühlt das Gemisch ab.

Wird der Inhalt nicht mehr benötigt, kann das Gemisch in der Natur entsorgt werden und – ein netter Nebeneffekt – düngt die Pflanzen. Schon nach der siebten Anwendung ist „Gelo-Pack“ preiswerter als vergleichbare Produkte, preist das Team seine Idee an. Die hochkarätige Jury lobte neben dem Auftritt und der Präsentation auch die innovative, nachhaltige Produktidee der Bad Honnefer. Eine Abnahmemenge von über 25.000 Stück konnten die vier bereits vorweisen; zudem haben sie unterschiedliche Kooperationspartner für sich gewonnen – das beeindruckte auch die Jury. „Hier hat einfach alles gestimmt“, lautete das einstimmige Feedback.

Für den perfekten Auftritt investierte das Team, das mit zahlreichen Angehörigen und Unterstützern angereist war, viel Zeit. „In den letzten Wochen habe ich die vier beim Präsentieren gecoacht. Wenn man sich jetzt die ersten Auftritte ansieht und dann die Präsentation heute – sie haben unglaubliche Fortschritte gemacht. Das macht mich auch stolz“, sagt Gregor Pallast, Lehrer am Städtischen Siebengebirgsgymnasium. Beim Präsentieren könne er gut helfen, für die „Zahlen sind andere da“. Unterstützt wurde das Team dabei von seinen Coaches, darunter Dr. Balazs Szathmary (Innovation Health Partners GmbH).

„SafeJump“ holt zweiten Platz ans Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium

Knapp hinter dem Siegerteam aus Nordrhein-Westfalen landeten Schülerinnen und Schüler des Hockenheimer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums auf Platz zwei. Lea Berger (17), Lara Dörfer (16), Nico Meckler (17), Alessa Romaschow (18), Tim Schütze (16) und Teamsprecherin Anna-Lena Weich (16) waren bei der Suche nach der besten Schüler-Geschäftsidee mit „SafeJump“ angetreten, einer Hindernisstange mit magnetischen Trennstellen für mehr Sicherheit beim Springreiten. Für die sechs ist die Reise aber damit nicht zu Ende: „Wir machen jetzt noch unser Abitur und wollen dann 2020 mit unserem Produkt voll durchstarten“, verkündet Alessa Romaschow, die selbst Springreiterin ist und dabei schon einige Stürze mit ansehen musste. Die Juroren waren sich einig: Eine überzeugende Idee, anschaulich durch einen Prototyp dargestellt, und nicht nur für besorgte Eltern ein echter Zugewinn an Sicherheit im Reitsport.

Dritter Platz für die Erzbischöfliche Liebfrauenschule aus Köln

Mit „NearBuy“, einer Onlineplattform zum Einkauf beim lokalen Einzelhandel, erreichten eine Schülerin und drei Schüler der Erzbischöflichen Liebfrauenschule aus Köln den dritten Platz. „Wenn man bestimmte Sneakers kaufen will, in der Farbe Grau, Größe 43, dann geht das am leichtesten über das Internet. Darunter leidet der lokale Einzelhandel. Und genau das wollen wir ändern“, verkünden Thomas Eckart (17), Michelle Iser (17), Teamsprecher Fabio Jain (17) und Maximilian Salewski (17). Mit „NearBuy“ können Kunden von zu Hause aus überprüfen, welche Geschäfte in ihrer Nähe das gesuchte Produkt führen, und die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen. Diese Vision und die Ambition, den lokalen Einzelhandel zu unterstützen, imponierten der Jury.

Auszeichnungen

Die drei Siegerteams können sich über tolle Erlebnispreise freuen: Das Team aus Hockenheim darf auf Einladung von Deutsche Lufthansa AG und Lufthansa Aviation Training GmbH einen Tag lang hinter die Kulissen der Fluggesellschaft schauen. Auf dem Programm in Frankfurt steht auch ein Flug im Simulator. Die Kölner besuchen auf Einladung der Evonik Industries AG ein Heimspiel von Borussia Dortmund inklusive Stadionführung im Signal Iduna Park. Und die Ford-Werke GmbH empfängt das Team aus Bad Honnef auf der Ford-Teststrecke im belgischen Lommel.

Social-Entrepreneur-Preis für .compensate

Den Social-Entrepreneur-Preis 2019 von BCG haben sechs Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Enge aus Zürich gewonnen. Mit dem CO₂-Kompensationsservice .compensate will das Team eine einfache Ausgleichsmöglichkeit in Onlineshops für Konsumgüter bereitstellen. Beim Deutschlandfinale in München stellten Tim Aebersold (18), Temirlan Chandybaev (18), Teamsprecherin Line Cottier (18), Asya Gazimagomaeva (18), Chris Mandiratta (19) und Reto Simonet (18) ihre Sozialunternehmer-Idee dem Publikum vor. Mit einem Klick können Kunden damit die verursachten Emissionen ihrer gekauften Produkte neutralisieren und werden dabei zugleich auf das Problem aufmerksam gemacht.

Gründertipps von ehemaligen Teilnehmern

Bereits am Vortag konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahrgangs 2018/2019 beim Gründertalk von business@school und JUNIOR Alumni e. V. noch etwas von den „alten Hasen“ abschauen. Die b@s-Alumni Niklas Guggenberger (CEO, styleGREEN), Fabian Höhne (Co-Founder und CEO, FLYLA) und Julius de Gruyter (Co-Founder, exclamo) sowie die JUNIOR-Alumni Sebastian Scott (Co-Founder, goodgrade) und Calvin Devereux (Founder und CTO, LOEWI) berichteten vom Sprung in die Start-up-Szene, von den damit verbundenen Herausforderungen sowie Themen wie Finanzierung, Geschäftsziele und Team-Zusammenarbeit.

 
 
 
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Karolina Huber
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